Wenn der weiße Kranich seine Flügel ausbreitet oder der blau-grüne Drache aus dem Wasser schießt, die Lebensenergie fließt und der Geist Ruhe findet – dann hat man alles richtig gemacht. Mehrere Millionen Menschen weltweit praktizieren die einst in China entwickelte Kampfkunst Taiji. Auch im Westen ist die Ausübung der komplexen Bewegungsabläufe, die hierzulande oft als „Tai Chi“ oder „Schattenboxen“ bezeichnet werden, in den vergangenen Jahrzehnten immer beliebter geworden. „Wobei es bei uns mehr als Entspannungsmethode verstanden wird – was es aus der Historie heraus eigentlich nicht ist“, betont Sasa Krauter. „Entspannende Kampfkunst – Taiji stärkt neben den Muskeln und der Ausdauer auch die Geistesfähigkeit“ weiterlesen

Alle Begriffe meinen eigentlich dasselbe: eine chinesische Kampfkunst. Unterschiedlich sind die westlichen Schreibweisen für die chinesischen Schriftzeichen. Taiji und Taijiquan haben ihren Ursprung in der modernen Pinyin-Umschrift für chinesische Zeichen, Tai Chi oder Tai Chi Chuan im älteren Wade-Giles-System. Quan oder Chuan bedeutet Faust, stellvertretend für eine Kampftechnik